Lyrik in dunklen Zeiten
In Zeiten von Chaos und Zerstörung kann Sprache in einem zu engen Korsett nicht mehr helfen. Was bedeuten schon Regeln und Stil im immerwährenden Ausnahmezustand? Doch in ihrer Vielschichtigkeit und Kreativität kann Sprache sehr wohl Trost, Empathie und vielleicht sogar einen Lichtblick bieten. Auf ein Danach. Nach dem Krieg. Nach der Form. Auf ein Danach, das sich menschlich und grenzenlos zeigen kann, darf und muss.
Die israelische Lyrikerin Adi Keissar, Slata Roschal (Ich brauche einen Waffenschein ein neues bitteres Parfüm ein Haus in dem mich keiner kennt, Wunderhorn) und Yevgeniy Breyger (Frieden ohne Krieg, Kookbooks) nehmen sich dieses Chaos an, versuchen es mit Worten zu füllen, um nicht nur den eigenen Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen Raum zu geben, sondern auch das Chaos des Krieges zu erleben und zu überleben. Moderiert von Jan Wilm, werden die drei Lyriker:innen der Frage nachgehen, in welcher Beziehung Lyrik und Krieg für sie stehen und was Lyrik im Krieg für sie bedeutet.
In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt
In deutscher und englischer Sprache
Kunstverein Familie Montez
Honsellbrücke am Hafenpark
Honsellstraße 7
60314 Frankfurt am Main
Eintritt
10/5 Euro