Dort drüben. Rumänien jetzt und in der Erinnerung
Der Gottesglaube, die Sportbegeisterung und der Kinderwunsch einer Frau – alles beieinander und eingeklemmt zwischen 2014 und 2022: dem russischen Krieg in der Ostukraine samt Krimannexion und dem großangelegten russischen Überfall auf die Ukraine. Wie verändert sich der Blick, wenn die militärische Aggression die unmittelbare Nachbarschaft betrifft und näher rückt? Die gebürtige Rumänin Moni Stănilă lebt in Chișinău, der Hauptstadt der an die Ukraine angrenzenden Republik Moldau. Sie hat mit Metallische Igel (Edition Fototapeta) ein Buch der Unruhe geschrieben, in dem sie in emphatischer Weise Gerechtigkeit einfordert und das Gute verteidigt. Aber auch ernüchtert feststellen muss, dass es manchmal einfacher ist, kein Kind zu haben, für das die Familie über Grenzen fliehen muss, um es zu schützen.
Um existenzielle Erfahrungen geht es auch in der Erinnerungspoesie ihres Übersetzers Alexandru Bulucz. Sein letzter Band Stundenholz (Schöffling) ist ein eindrucksvolles Zeugnis dessen. Er zeigt die Nachwirkungen einer gesamteuropäischen Geschichte auf und wie erlittene Verluste unsere Gegenwart prägen.
In deutscher und englischer Sprache
Deutsch-Italienische Vereinigung
Arndtstraße 12
60325 Frankfurt am Main
Eintritt
10/5 Euro